Nun sitze ich hier in einem Vortrag von Lukas Smith über die (Non)organisation des PHP-Projekts. Der Vortrag handelt davon, wie PHP enstanden ist, sich über die Jahre entwickelt hat und wie das Projekt heute - mehr oder weniger organisiert - vorangetrieben wird.
Interessant finde ich, das extrem viele Entwickler an PHP beteiligt waren aber fast keiner langfristig dabei zum Kernteam gehört. Trotzdem scheint die Entwicklung nach Lukas Erzählungen ganz gut zu funktionieren. Ein PHP-Entwickler ist z.B. UN-Soldat und hat seine PHP-Tätigkeit aufgrund eines zweijährigen Einsatzes ausgesetzt. Jetzt ist er aber wieder dabei. Ich denke, das kann nur funktionieren, wenn genug andere Entwickler mitmachen.
Das PHP-Projekt nutzt für die Code-Verwaltung noch CVS. Über eine Migration zu SVN wird wohl nachgedacht, aber dafür müssen noch einige Automatismen für SVN umgebaut werden.
Alle Entscheidungen im Bezug auf die Entwicklung von PHP werden heutzutage in Mailinglisten und Wikis diskutiert. Es gibt sprachliche und kulturelle Unterschiede zwischen den global verteilten Entwicklern, was eine Entscheidungsfindung, gerade bei schwierigen Entscheidungen, oftmals extrem erschwert.
Um die Zusammenarbeit zu unterstützen hat Lukas ein zentrales Wiki initiiert, dass die verschiedenen ToDos und Ideen ergänzend zu den CSV-Möglichkeiten koordinierbarer macht. Insgesamt scheint die PHP-Entwicklungsgemeinde, also der innere Kern, ziemlich unübersichtlich geworden zu sein.
Ich denke da könnte man sich bei der Organisation des Zend Frameworks eine Scheibe abschneiden. Das ZF Wiki und der Bugtracker sowie die Workflow-Definitionen (CLA, SVN-Richtlinien,..) finde ich in vielen Punkten wegweisend.
- Weiterführende Links:
- Blog von Lukas Kahwe Smith










