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Sind wir die Wissensschnittstelle? Und wer bist du überhaupt?

Martin Brüggemann, 18.06.2009 - 15:26 | Keine Kommentare |  |  Teilen

tzuAls wir Ende 2005 mit einem TYPO3-Newsticker unter t3n.de in die Online-Welt aufgebrochen sind, konnte keiner ahnen, wie vielfältig sich unsere Portal-Landschaft und das t3n Magazin 4 Jahre später darstellen würde. Neben dem Newsticker auf t3n.yeebase.com haben wir 16 t3n Printmagazine produziert, ein solides Online-Heftarchiv mit allen älteren Ausgaben des t3n Printmagazins aufgebaut, hunderte interessante und nette Menschen mit Ihrem Fachwissen kennengelernt und verschiedenste Verzeichnis-Dienste an den Start gebracht.

An jeder Ecke wachsen bei uns Tag für Tag qualitativ hochwertige Inhalte direkt aus der Community aus dem Boden, die wir oft selbst mit absoluter Spannung verfolgen: Wir fahren auf Barcamps, Kongresse, Events, sprechen mit Menschen von denen wir denken, dass sie in einem bestimmten Bereich gerade ultraweit vorne sind (Early Setters), berichten über relevante Trends und geben den Überblick über den aktuellen Stand der Dinge im Bereich Web-Technologien, Web2.0, Web-Business und Open-Source. Wenn man sich die Entwicklung unserer Firma anschaut, könnte man als Außenstehender meinen wir sind nur noch damit beschäftigt neue Portale zu launchen und all unseren freakigen Ideen hinterherzurennen.

Auf eine gewisse Art und Weise stimmt das sicher und das macht auch einen Teil unsere Work/Life-Balance bei yeebase media aus. Ich ertappe mich zum Beispiel selbst des öfteren, wie ich aus jedem Problem, dass zum Beispiel auf dem Weg zum Mittagessen aufkommt eine neue, große Geschäftsidee aufmache und auf dem Weg zurück zum Büro schon im Kopf Namensideen und Domain-Problem für ein neues, großes hyperpotentes Startup durchgehe ;)

Aber bei aller Freakness und großen Plänen, die wir bei uns in der Firma hegen, wächst das Bedürfnis kurz anzuhalten und sich nochmal auf das zu besinnen, worum es bei uns eigentlich geht: Menschen, Beziehungen und das unglaubliche Wissen dazwischen.

Im Prinzip sind wir mit unserer kleinen Firma ein Art "Wissensschnittstelle" für die Internet-Gesellschaft und Webworker von morgen. Menschen, die geschäftlich auf dem Internet aufbauen. Menschen, die immer mehr mit dem Computer und "neuen Technologien" zu tun haben. Menschen, die nach Lösungen suchen und auf Expertenwissen setzen, ohne alle Möglichkeiten selbst auszutesten. Doch wenn wir jetzt so eine "Wissensschnittstelle" sind/oder sein möchten. Was ist denn da eigentlich unsere Aufgabe?

Aus dem Bauch raus würde ich sagen:

Bedürfnisse erkennen. Relevante Informationen liefern. Mehrwerte schaffen.

Doch erfüllen wir diese Rolle heute schon?

Mit dem t3n Magazin sind wir sicher eines der innovativsten Printmagazine zum Thema "professionelles Web" im deutschsprachigen Bahnhofs- und Flughafen-Buchhandel. Viele Leute berichten, dass sie durch das Veröffentlichen von t3n Artikel zu wichtigen Kontakten und harten Mehrwerten für ihren geschäftlichen Internet-Alltag gelangt sind. Andere Menschen bekommen durch das Konsumieren bestimmter t3n-Artikel den großen Rundumblick und damit das Gefühl aktuelle Entwicklungen nicht aus dem Auge zu verlieren. Online sind wir mit unseren Verzeichnissen und unterschiedlichsten Portalen sehr Nieschenpräsent aber gleichzeitig zu dezentral und unübersichtlich. Wir haben zum Beispiel keine globale Suchfunktion, unsere Verknüpfung von Inhalten ist nur rudimentär und das Mittel der direkten Kommunikation zwischen unseren Zielgruppen in unseren Portalen beschränkt sich auf Kommentare. In Zeiten von Twitter, Facebook und Google Wave, sollten wir da demnächst nachbessern. Glücklicherweise tun wir das auch.

Next Generation Web Magazine

Aktuell arbeiten wir an der t3n-Leserumfrage 2009, um die Bedürfnisse der Menschen um uns herum besser zu erfassen. Wir räumen unser User-Account-Modell, beleben dieses Blog neu und werden demnächst die globale Suche und Content-Verknüpfungen in einer Beta-Version launchen.

An vielen Stellen wird es wieder Punkte geben, die uns unklar sind, die die Menschen um uns herum komplett anders sehen oder weniger hoch priorisieren würden. In jedem Fall würde ich mich freuen, wenn sich die Gemeinschaft in der wir uns mit unserer Unternehmung befinden hier rege zu Wort meldet.

Fangen wir doch gleich mal damit an:

Was gehört für dich zu einem "Next Generation Web Magazin"? Und wer bist du überhaupt?

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