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t3n 46 – Rest in Pixels: Wie uns das Silicon Valley unsterblich machen will

veröffentlicht

Tupac lebt – als Avatar. Dank Computertechnologie können Tote heute wieder digital auferstehen. In unserer neuen Ausgabe t3n 46 beleuchten wir, wie das geht – und ob das überhaupt wünschenswert ist.

t3n 46: Was ist dran am ewigen Leben?

Da stand er plötzlich wieder auf der Bühne. Das „Thug for Life“-Tattoo auf seinem Bauch, ein Kreuz um den Hals gehängt, die Arme langsam hebend. Fast ganz der alte Tupac. 16 Jahre nach seinem Tod rappte der Hip-Hopper wieder mit Snoop Dogg und Dr. Dre, mitten auf der Bühne des Musikfestivals Coachella, nahezu lebensecht. Aber eben nur nahezu: Der Tupac, den die Zuschauer sahen, bestand nur aus ein paar Lichteffekten. Ein Hologramm des 1996 verstorbenen Künstlers, nicht mehr.

Und doch zeigt die Aktion von 2012, was heute möglich ist. Tote sind nicht mehr wirklich tot. Wir können sie durch Hologramme und Avatare wieder auferstehen lassen. Die Vorreiter im Silicon Valley wollen sogar noch einen Schritt weiter gehen und den Tod tatsächlich besiegen. Oracle-Gründer Larry Ellison soll 430 Millionen Dollar investiert haben, um die Suche nach einem Mittel gegen das Alter zu finanzieren. Paypal-Mitinitiator Peter Thiel unterstützt Initiativen wie Sens und Cynthia Kenyon, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Und Amazon-Chef Jeff Bezos hat kürzlich erst Anteile von Unity Biotechnology gekauft, einem Startup, das das Altern verlangsamen will. Der Tod ist für sie nicht mehr als ein Hindernis, das es zu überwinden gilt.

Aber geht das überhaupt?

Genau dieser Frage gehen wir in unserer aktuellen Ausgabe, der t3n 46, nach. Ray Kurzweil, ein Engineering-Direktor bei Google, glaubt, dass wir schon in den 2030er Jahren das Gehirn in die Cloud laden können. Durch künstliche Intelligenz wäre es dann möglich, auch ohne Körper weiter zu existieren. Wissenschaftler halten das für Humbug. „Das ist absurd“, sagt der Forscher Raúl Rojas González im Interview mit t3n. „Von Computern, wie wir sie heute kennen, werden wir keine direkte Schnittstelle zum Hirn bauen können.“ Schon aus technischer Sicht ginge das nicht: Wir wissen noch gar nicht, wie das Gehirn kodiert ist.

Und selbst wenn es machbar wäre: Wie wünschenswert wäre das? Und was würde passieren, wenn Größen wie Tupac uns ewig weiter Frage und Antwort stehen könnten? Unser Autor Jens Lubbadeh glaubt nicht, dass das nur positive Seiten hätte. „Es wäre eine All-Stars-Welt, in der die Großen nie mehr ihren Platz räumen“, schreibt er in seinem Essay. „Neulinge aus Fleisch und Blut hätten es verdammt schwer, gegen das Altbewährte anzukommen.“

Der Schwerpunkt in der Übersicht:

  • Rest in Pixels: Kann man den Mensch einfach so in Bits und Bytes konservieren? Und was bleibt dann vom Ich übrig?
  • Unsterblich ab 12,95 Euro: Wie Unternehmen am Traum vom ewigen Leben mitverdienen wollen
  • „Gehirne in die Cloud laden? Absurd!“: Der Forscher Raúl Rojas erklärt, warum die Silicon-Valley-Fantasien wenig mit der Realität zusammenhängen
  • Ich, der digitale Messie: Wir produzieren jeden Tag Unmengen von Daten. Unsere Autorin will sie zusammenführen. Nur wie? Ein Selbstversuch.
  • Willkommen in der digitalen Endlosschleife! Ein Essay über die Probleme mit der Unsterblichkeit

Die virtuellen Stars

Die Silicon-Valley-Ikonen beschäftigen sich nicht nur gerne mit der Unsterblichkeit, sondern auch mit neuen Technologien. Einer der wichtigsten Trends derzeit: Virtual Reality. Ein Thema, das zunehmend auch in Deutschland ankommt. Startups wie Realities, Vire, Splash und Delight VR versuchen sich in den verschiedensten Geschäftsmodellen – von neuen Wegen, 360-Grad-Videos anzuschauen, über Werbeformate bis hin zum VR-Player fürs Web. Das Problem: Die Geldgeber sehen den Markt nicht ganz so optimistisch wie die Unternehmer. „In Deutschland konzentrieren sich die meisten Investments auf SaaS-Geschäftsmodelle oder den E-Commerce“, sagt etwa Michael Ronan von Splash. VR hingegen kommt in ihrer Planung selten vor. Warum die Startups trotzdem Berlin dem Silicon Valley vorziehen, hat unser Chefredakteur Luca Caracciolo recherchiert.

Entwickler, die sich selbst an der virtuellen Realität ausprobieren wollen, bekommen in der t3n 46 eine Anleitung dazu – ganz ohne Gaming-Engines. Denn mit dem WebVR-API und dem Framework „A-Frame“ könnt ihr auch mit Webtechnologien virtuelle Welten bauen. Dadurch, dass Mozilla in dem A-Frame schon Grundlagen bietet, lässt sich ein erstes VR-Projekt in nur wenigen Zeilen HTML-Code programmieren und durch eigene Komponenten und Skripte erweitern.

Schutz für Unternehmen

Yahoo, Linkedin, Tumblr, Dropbox – immer wieder fallen Unternehmen kriminellen Hackern zum Opfer. Und das sind nur die prominentesten Fälle. Manchmal merken Firmen nicht einmal, dass sie ausgespäht werden. Um tatsächlich darauf reagieren zu können, sollten sie sich deshalb schon vorher damit beschäftigen, was ein Angriff auf ihre Daten sie eigentlich kostet. In einem Feature beleuchten wir in der t3n 46, wie Unternehmen das machen – und warum das so wichtig ist.

Der Trend wird sich aber künftig nicht nur auf Computer beschränken. Schon jetzt greifen Hacker auch smarte Geräte an, sagt IT-Experte Mikko Hyppönen. Er glaubt, dass das Internet der Dinge noch viel stärker in den Fokus von kriminellen Banden geraten wird. Auch Privatpersonen werden davon betroffen sein. Ein Szenario: „Das Smart-Car springt nicht mehr an und stattdessen hast du eine Nachricht auf dem Display: „Wollen Sie ihre Kinder pünktlich aus dem Kindergarten abholen? Dann zahlen Sie einen Bitcoin!“, sagt Hyppönen. Noch habe man solche Angriffe nicht beobachtet. Doch das sei nur eine Frage der Zeit.

Arbeitsplatz bedeutet Chaos, Startups und Influencer, Progessive-Web-Apps, Video-Conferencing-Tools, Shopsysteme as a Service

Eine Frage der Zeit wird es auch sein, bis alle Arbeitsplätze im Chaos versinken. Dessen ist sich die Kreativ-Experin Claire Burge sicher. „Viele Leute verstehen Arbeit immer noch als sehr eintönige, sichere und durchorganisierte Sache“, sagt sie. „Die Zeiten sind aber vorbei.“ Warum, das erklärt sie im Interview in der t3n 46. In unserer aktuellen Ausgabe beleuchten wir auch, warum Startups von Influencern profitieren, wie ihr Progessive-Web-Apps bauen könnt, welche Tools sich für Videokonferenzen eignen und welche Shopsysteme auf Software as a Service bauen. Viel Spaß beim Lesen!

Weitere Themen im Heft:

  • Vertriebsbot für den Posteingang: Das Startup The SaaS Co. hat einen Bot gebaut, der Vertrieblern die Arbeit abnehmen soll
  • 15 Uhr? Feierabend!: Warum Unternehmen den Acht-Stunden-Tag abschaffen – und trotzdem weiter wachsen
  • Blaupause für den Journalismus: Chief Digital Officer Wolfgang Blau spricht im Interview über die Chancen von Chatbots und Virtual Reality in den Medien
  • Onlineshop auf Zeitreise: Das Startup Dürmeister verbindet Handwerk mit digitalen Möglichkeiten
  • „In den 90ern habe ich mobile Technologie verachtet“: Tron-Gestalter Frank Vitz über Immersive Design
  • Den Bugs auf der Spur: So können Entwickler Javascript-Fehler einfach beheben
  • SEO für Amazon: Strategien für Unternehmen, um ihre Produkte weit oben in der Marktplatz-Suche zu platzieren
  • Profis für die Cloud: Managed Public Cloud Provider helfen bei komplexen Aufgaben
  • Sicherer Hafen: Wie Unternehmer Container-Technologien sicher verwenden können
  • „Ich sehe ein neues Apple am Horizont“: Githubs Open-Source-Chef Brandon Keepers spricht im Interview über die Renaissance von offenen Technologien
  • Stresstest für das Layout: Automatisiertes Testen mit dem Galen-Framework
  • Recycling statt Tonne: Republishing-Strategien für Unternehmen

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Eine Übersicht über alle Artikel der Ausgabe erhaltet ihr im Inhaltsverzeichnis (PDF).

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