Nach einem leckeren Frühstück in Zürich, sind wir nun wieder auf der OpenExpo gelandet. Der erste Vortrag, den wir uns heute anschauen, wird von Gilles Printemps von der Firma Esmertec gehalten und es geht um Android - die mobile Software-Plattform von Google.
Android basiert im Ursprung auf Linux, ist aber laut Aussage von Gilles Printemps kein "echtes" Linux, da ein eigener Kernel und andere Komponenten - unter anderem eine zentrale API für den Zugriff auf die verschiedenen Komponenten eines Handys implementiert wurden.
Bei Android gibt es unter anderem zentrale Services für Power Management, für Storage, Rendering, Multimedia, den "Binder" - der zwischen Anwendungen und Schnittstellen vermittelt - und einen zentralen Surface Manager für das Rendering der Benutzer-Oberflächen.
Das interessanteste Feature von Android scheint mir jedoch die Hardware-Abstraction-Library zu sein. Mit ihr ist es möglich über eine zentrale API, geräteunabhängig auf bestimmte Komponenten eines Handys zuzugreifen, so dass die Anwendung out-of-the-box auf verschiedensten Handys mit unterschiedlichsten Hardware-Komponenten laufen sollte.
Für den modularen Betrieb eines Android-betriebenen Handys stehen zudem einige nützliche Tools zur Verfügung:
- Package Manager
- Activity Manager
- Window Manager
- View System (Widgets)
- ...
Insgesamt stellt sich mir Android wie erwartet als mobiles Mini-Betriebssystem mit Schwerpunkt auf sauberen APIs und offenen Standards dar. Bleibt abzuwarten in wieweit der Markt das Betriebssystem und das in 2 Wochen in den USA erscheinende GPhone aufnehmen wird. Hier wird sicher die Bedienbarkeit und Stabilität aber auch die Anzahl an verfügbaren Anwendungen ausschlaggebend sein. Rein technologisch gesehen, positioniert sich Android ganz klar in Richtung iPhone-Betriebssystem - mit vielen sinnvollen architektonischen Ansätzen, aber auch der damit einhergehenden Komplexität.










