Ein umfangreiches Programm, interessante Themen und eine sehr gute Organisation - der erste Tag des ersten Barcamps in Stuttgart war schwäbische Qualitätsarbeit.
Über 30 ”Sessions” kamen zusammen - so viele Themen wurden also von Teilnehmern des Barcamps angeboten. Kurzerhand wurde der Versammlungsraum ebenfalls zum Sessionsraum umdeklariert, damit nichts weggelassen werden musste. Überhaupt hat alles wunderbar geklappt - an dieser Stelle ein großes Lob an die Organisatoren. Dass der Zeitplan tatsächlich exakt eingehalten wurde, war dabei vor allem Jan Theofel zu verdanken, der diese koordinierende Aufgabe mit einem wirkungsvollen Hilfsmittel erledigte: einem Quietsche-Tux. Sein Signal nach 30 Minuten zeigte: Langsam zum Schluss kommen! Klappte perfekt.
Interessant auch, dass die weit überwiegende Mehrheit der Besucher zum ersten Mal bei einem Barcamp war. Die Behauptung, bei diesen Veranstaltungen träfen sich eh immer nur die gleichen Nasen, ist also schlicht Unsinn. Gut so. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mich über viele der gleichen Nasen auch sehr gefreut habe.
Apropos Sehen: Zu sehen und hören gab es natürlich eine Menge. Ich war u.a. auf Sessions zur Zukunft der Online-Redaktion (gefangen zwischen Qualitätsanspruch, Suchmaschinen-Optimierung und Refinanzierung) oder auch zu Webstandards (den Browser-Herstellern, Webdesignern und Internetnutzer hilflos ausgeliefert). Außerdem konnte ich einen ersten Blick auf Überlegungen zu einer Art lernendem Feedreader werfen - wenn der kommt und zumindest annähernd wie geplant funktioniert, wird das eine geniale Sache. Natürlich fiel auch hier wieder das Stichwort "Semantik" - das neue Top-Thema schlechthin, habe ich das Gefühl. Zum Schluss war ich zum einen in einer sehr interessanten Session zum Thema Microblogging - hier mit besonderem Blick auf den freien Twitter-Konkurrenten Laconica. Zum anderen gab Martin Koser Einblicke in seine Beratertätigkeit in Sachen "Enterprise 2.0".
Die Ideen und Erkenntnisse aus den Sessions und vor allem auch aus den Gesprächen dazwischen müssen erst einmal noch ein wenig einsickern. Auf jeden Fall war es ein ausgesprochen spannender Tag. Morgen geht's weiter.











Übrigens, mittlerweile habe ich die (Kurzversion der) Inhalte der Enterprise 2.0 / Unternehmenskultur-Session online gestellt.
Zusammen mit meinem Rückblick aufs #bc0711 bei http://tinyurl.com/4tupp8
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